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Ab ins Hamsterrad: Mit den Ratschlägen unserer Elterngeneration bleiben wir im Mittelmaß stecken.

Die meisten von uns wissen, was mit dem Ausdruck „Hamsterrad“ gemeint ist. Wie aber würden wir ihn definieren, wenn man uns danach fragte?

Das Hamsterrad ist ein Sinnbild für die endlose Routine des Arbeitens – und zwar für andere statt für sich selbst. Das heißt, wir machen die ganze Arbeit, während andere – die Regierung, unsere Gläubiger und Vorgesetzten – den größten Teil unseres verdienten Geldes einheimsen. Jeder von uns betrachtet sich vermutlich früher oder später einmal als Gefangener in einem Hamsterrad. Niemand ist in diesem Rad zufrieden, und doch laufen wir darin weiter. Aber warum?

Schuld daran ist eine ganz bestimmte Angst, die das Leben der meisten von uns steuert: Die Angst, unsere Gesellschaft könnte unser Verhalten missbilligen.

Fast schon als Mantra gilt der Satz: „Sieh bloß zu, dass du eine gute Ausbildung bekommst und später einen sicheren Job“. Wir impfen unseren Kindern diesen Satz ein, obwohl er längst ein überkommener Ratschlag ist. Er beruht zwar auf den wissenden Erfahrungen unserer Elterngeneration, doch diese befand sich damals in einer ganz anderen Situation: Gleich nach Ende ihrer Ausbildung konnten sich unsere Eltern einen Job suchen und jahrzehntelang für dasselbe Unternehmen arbeiten, um sich am Ende mit einer anständigen Rente aus dem Arbeitsleben zurückzuziehen. Heutzutage aber gibt es kein Erfolgsrezept mehr, das als Garant für ein Leben ohne finanzielle Engpässe oder Armut gelten könnte.

Die Wahrheit ist, dass wir unser Studium mit vollem Einsatz absolvieren, auf eine gute Schule gehen und uns einen gut bezahlten Job sichern können, ohne jemals ein Vermögen anzuhäufen, weil wir in dem Hamsterrad stecken geblieben sind. Unsere Arbeitgeber – nicht wir – werden durch unsere harte Arbeit reich.

Und doch glauben wir an das veraltete Mantra und befolgen es aus Angst, den Erwartungen, die uns seit unserer Geburt eingebläut werden, nicht zu entsprechen. Mit welchem Ergebnis? Wir entgehen vielleicht der Armut, aber reicher werden wir dadurch sicherlich nicht.

Wollen und Bangen: Habsucht und Angst beeinflussen unsere finanziellen Entscheidungen.

Wenn es um Geld geht, empfindet jeder – ob reich oder arm – zwei grundlegende Empfindungen: Habgier und Angst. Wenn wir Geld haben, konzentrieren wir uns oft auf all die Dinge, die wir uns dafür kaufen können. Wenn wir kein Geld haben, leben wir in ständiger Sorge, dass wir niemals genug davon haben werden. Menschen, die nicht richtig gelernt haben, mit Geld umzugehen, lassen sich von diesen zwei Gefühlen besonders stark bei ihrer Entscheidungsfindung lenken.

Wenn wir befördert werden und eine ordentliche Gehaltserhöhung erhalten, könnten wir einerseits das zusätzliche Geld in Aktien oder Bonds investieren, wodurch unser Geld sich im Verlauf der Zeit vielleicht vermehren würde. Die Alternative: Wir gönnen uns eine große Anschaffung, kaufen uns ein Auto oder ein Haus. Wenn wir keine Ahnung von finanziellen Angelegenheiten haben, dann nehmen unsere Ängste und unsere Habsucht von uns Besitz. Dementsprechend fällen wir eine irrationale Entscheidung und wählen in diesem Fall letztere Möglichkeit.

Die Angst, Geld zu verlieren, ist so mächtig, dass sie uns davon abhält, in Aktien oder andere Vermögenswerte zu investieren, denn sie lässt uns nur die Risiken sehen, nicht aber, dass wir durch solche Investitionen unser Vermögen langfristig vergrößern können.

Gleichzeitig veranlasst uns unsere Habsucht dazu, unser zusätzliches Einkommen für einen höheren Lebensstandard auszugeben: Wir kaufen uns ein Haus, weil wir es uns gerade leisten können und weil wir glauben, das sei im Vergleich zum Aktienerwerb die sichere Option.

Der höhere Lebensstandard hat aber seinen Preis. In diesem Fall wäre beispielsweise noch ein Darlehen nötig, um das Haus finanzieren zu können, und unsere Nebenkostenrechnung steigt, wodurch unsere Gehaltserhöhung praktisch wegfällt.

Dies ist nur einer der unzähligen Fälle, in denen ein Mechanismus aus Angst und Habsucht Menschen ohne solides finanzielles Wissen daran hindert, langfristig reich zu werden. Wie können wir den mächtigen Emotionen standhalten, die unseren Blick für die richtigen Finanzentscheidungen trüben?

Zunächst einmal brauchen wir dafür finanzielles Grundwissen über Dinge wie Investitionen, Risiko und Schulden. Solches Wissen befähigt uns zu rationalen Entscheidungen – auch im Angesicht unserer Habsucht und Angst.

Fehlender Finanz-IQ: Selbst die beste Ausbildung vernachlässigt Wissen über Geld.

Die meisten Menschen glauben, dass Reichtum eine Frage von Talent und Können ist. Auf der Welt wimmelt es von talentierten Menschen, doch die meisten von ihnen sind arm. Was ihnen fehlt, ist finanzielle Intelligenz, also ein umfangreiches Verständnis für Dinge wie Buchhaltung, Investitionen und mehr.

Leider wachsen wir meist ohne diese Intelligenz auf. Unser Schulsystem ermöglicht uns zwar eine Ausbildung in vielen nützlichen Bereichen, aber finanzielle Intelligenz gehört nicht dazu. Als Kindern wird uns nichts über Dinge wie das Sparen und Investieren beigebracht. Deshalb haben wir auch als Erwachsene oft keine Ahnung von Dingen wie Zinseszins – wie an der Tatsache deutlich wird, dass heutzutage selbst gut gebildete Menschen ihre Kreditkarten bis zum Limit und darüber hinaus belasten.

Die fehlende Ausbildung unserer finanziellen Intelligenz ist nicht nur für die heutige Jugend problematisch, auch viele Akademiker können mit ihrem Geld nicht richtig umgehen. Politiker beispielsweise gelten als helle Köpfe, gehören jedenfalls zu den am besten ausgebildeten Menschen in unserer Gesellschaft, aber es gibt einen Grund, weshalb die nationale Verschuldung in so vielen Länder steigt: Viele der regierenden Politiker verfügen über geringe oder sogar gar keine finanzielle Intelligenz.

Der Durchschnittsbürger kann ebenfalls erstaunlich schlecht mit seinen Finanzen umgehen, wie an der mangelnden Altersvorsorge in den USA deutlich wird. Dort hat nur die Hälfte aller Erwerbstätigen eine Altersvorsorge, und davon sind 75–80% höchst unzureichend.

Klar ist: Unsere Gesellschaft hat uns schlecht ausgestattet, wenn es um finanzielles Wissen geht, und so muss sich jeder Einzelne von uns in dieser Hinsicht selbst bilden. Insbesondere in Zeiten großer ökonomischer Umwälzungen, wie es momentan der Fall ist, steigt die Notwendigkeit, sich eigenständig ein profundes finanzielles Wissen anzueignen.

Je früher, desto besser: Eine Finanzanalyse ist der erste Schritt zum Wohlstand .

Wir können die Reise zum persönlichen Wohlstand in jedem Lebensstadium in Angriff nehmen, doch je eher, umso besser – wenn wir mit 20 damit beginnen, dann ist die Wahrscheinlichkeit viel größer, dass wir reich werden, als wenn wir erst mit 30 anfangen.

Unabhängig vom Alter empfiehlt es sich, bei der Beurteilung der eigenen finanziellen Lage damit zu beginnen, sich Ziele zu setzen und sich dann so weiterzubilden, dass diese Ziele auch erreicht werden.

Als erstes müssen wir uns ehrlich mit unserer gegenwärtigen finanziellen Situation auseinandersetzen. Welches Einkommen dürfen wir mit unserem derzeitigen Job realistischerweise kurz- und langfristig erwarten und welche Ausgaben werden wir damit nachhaltig stemmen? Eine solche Analyse hilft uns dabei, unsere finanziellen Ziele realistisch zu bestimmen. Dabei kann uns z.B. auffallen, dass wir uns den neuen Mercedes, in den wir uns verguckt haben, einfach noch nicht leisten können. Wir könnten z.B. sagen, dass wir innerhalb von fünf Jahren in der Lage sein wollen, uns den Mercedes zu leisten.

Als nächstes müssen wir unsere finanzielle Intelligenz ausbauen. Das ist eine Investition in die potentiell wertvollste Ressource, über die wir verfügen: unser Gehirn. Dorthin führen zwar viele Wege, aber ein guter Anfang ist ein kritischer Blick auf unser Bild von Arbeit. Wir dürfen den Wert unserer Arbeit nicht an dem messen, was wir verdienen, sondern an dem, was wir lernen können.

Wer z.B. Angst vor Absagen hat und daran arbeiten möchte, sollte es mit einem kurzfristigen Job in einem Netzwerk-Marketing-Unternehmen versuchen. Dabei erhält man vermutlich keine großartige Vergütung, kann sich aber Verkaufskompetenz aneignen und das eigene Selbstbewusstsein steigern, wovon man in der Zukunft profitiert.

Wir können unsere finanzielle Ausbildung auch in unserer Freizeit vorantreiben, uns beispielsweise in Kurse oder Seminare zu Finanzen einschreiben, Bücher zu dem Thema lesen und versuchen, mit Fachexperten in Verbindung zu kommen.

Wenn wir unsere finanzielle Grundlage mit diesen Bausteinen errichten, stehen die Chancen nicht schlecht, dass wir eines Tages reich werden.

Wer wagt, gewinnt: Nur mit Risiko häufen wir Reichtum an.

Immer wieder das Gleiche zu tun und dennoch auf ein anderes Ergebnis zu hoffen, ergibt objektiv betrachtet nicht besonders viel Sinn. Es bedarf grundlegender Veränderungen, wenn wir unsere aktuelle finanzielle Situation verbessern wollen: Wir müssen lernen, mit unserem Geld anders umzugehen.

Vor allem müssen wir dabei unsere Einstellung zum Risiko verändern. Alle finanziell erfolgreichen Menschen sind nur durch das Inkaufnehmen von Risiken zu ihrem Reichtum gekommen und sind so erfolgreich, weil sie solche Risiken nicht fürchten, sondern wissen, wie sie mit ihnen umgehen müssen.

Risiken einzugehen bedeutet, dass unser Geld anders als das Geld auf unserem Sparbuch nicht immer sicher ist und du nicht immer ein ausgeglichenes Konto hast. Doch es lohnt sich, ab und zu einmal nicht auf Nummer sicher mit unserem Geld zu gehen, sondern es in Aktien und Fonds zu investieren. Auch wenn diese mit einem gewissen Risiko behaftet sind, können sie uns viel mehr einbringen als ein klassisches Sparkonto – und das manchmal (wie mit Aktien) innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne.

Wer sein Geld nicht auf dem Aktienmarkt anlegen will, dem stehen eine Vielzahl anderer Investitionsmöglichkeiten offen, beispielsweise Immobilien oder sogenannte Tax Liens. Bei solchen Tax Liens, mit denen man einfach gesagt Steuerschulden übernimmt, variiert der Zinssatz zwischen 8% und 30% – was beispielsweise viel höher ist als der durchschnittliche Zinssatz von Sparkonten in den USA, der 2013 gerade einmal bei 0.21% lag.

Je höher das Rendite-Potential ausfällt, umso höher ist natürlich das Risiko. Bei Aktien besteht z.B. immer die Möglichkeit, dass wir unsere gesamte Investitionssumme verlieren. Aber wenn wir das Risiko von Anfang an meiden, werden wir garantiert keine großen Gewinne erzielen.

Langer Atem benötigt: Auf dem Weg zu mehr Geld müssen wir motiviert bleiben.

Der Weg zum Reichtum ist lang und beschwerlich. Schnell erschöpft sich unsere Motivation, wenn wir auf ein Hindernis stoßen, wenn z.B. die Aktie, in die wir investiert haben, plötzlich in den Keller stürzt. Um unsere finanziellen Ziele erreichen zu können, müssen wir uns Mittel suchen, mithilfe derer wir im Angesicht von Rückschlägen unsere Motivation bewahren.

Eine Auflistung dessen, was wir wollen, und all der Dinge, die wir nicht wollen, ist eine effektive Methode zur Motivationssteigerung. Ein Beispiel könnte sein, dass jemand innerhalb von drei Jahren alle seine Schulden loswerden möchte – das will er – und die Vorstellung schrecklich findet, wie seine Eltern mit einer riesigen Hypothek und ständiger finanzieller Angst zu leben – das will er nicht.

Aus unserer ganz persönlichen Liste beziehen wir in solchen Momenten Ansporn, in denen wir uns in Erinnerung rufen müssen, weshalb wir unseren Kurs auf Reichtum überhaupt begonnen haben.

Eine andere Möglichkeit, motiviert zu bleiben, besteht darin, Geld für unser eigenes Vergnügen auszugeben, bevor wir unsere Rechnungen begleichen. Auch wenn das zunächst nicht besonders logisch klingt, lässt uns dieses Vorgehen besser erkennen, wie viel zusätzliches Geld wir monatlich brauchen, um beides bezahlen zu können: unsere Rechnungen und auch die Erfüllung unserer Wünsche – wie den Kauf der Gitarre, dieses Sammlerstücks, mit dem wir vielleicht seit geraumer Zeit liebäugeln. Wenn wir unser Geld zuerst für unsere Wünsche ausgeben, steigt der Druck anschließend, Geld für das Begleichen unserer Rechnungen zu verdienen. Das wiederum inspiriert uns zu kreativen Möglichkeiten, genug Geld zu verdienen, um sowohl unsere Rechnungen als auch unsere Wünsche bezahlen zu können.

Diese Methode wird unser Bewusstsein für finanzielle Selbstdisziplin schärfen und ihre Entfaltung vorantreiben, und letztere ist eine Haupteigenschaft finanziell erfolgreicher Menschen.

Um Motivation von außen zu beziehen, können wir auch mehr über die Lebensgeschichten reicher Menschen wie Warren Buffett oder Donald Trump herausfinden. Es wird unsere Ambitionen schüren, zu erfahren, wie diese Menschen allen Widrigkeiten zum Trotz ihre finanziellen Erfolgsträume weiterverfolgten.

Keine Lust, ich kann doch schon alles: Faulheit und Arroganz können selbst finanziell intelligente Menschen in Armut stürzen.

Selbst eine hohe finanziellen Intelligenz schützt nicht vor den Fallen, die uns unser eigener Charakter in den Weg legt und die unser Geld zu verschlingen drohen.

Faulheit und Arroganz sind die zwei gefährlichsten Stolpersteine, die unterwegs auf uns lauern, weil sie uns auf weniger offensichtliche Weise im Weg stehen.

Wir verstehen Faulheit oft als tatenloses Däumchendrehen, doch Faulheit bedeutet nicht zwingend Inaktivität, sondern vielmehr, dass wir Aufgaben meiden, die erledigt werden müssen.

Stellen wir uns z.B. einen Geschäftsmann vor, der mehr als 60 Stunden pro Woche arbeitet. Einem außenstehenden Betrachter erscheint er keineswegs als faul. Doch da er bis tief in die Nacht arbeitet, hat er sich seiner Familie entfremdet. Er hat die Anzeichen für Probleme zu Hause bereits wahrgenommen, doch statt sich der Lösung der Probleme zu widmen, hat er sich in seine Arbeit vergraben. Kurz gesagt: Er ist faul. Er geht den Problemen aus dem Weg, anstatt sie zu lösen und wird die Konsequenzen in Form einer kostspieligen und schmerzlichen Scheidung tragen müssen.

Ähnlich kann auch Arroganz eine verhängnisvolle Schwäche sein. Entgegen der geläufigen Definition kann finanzieller Ruin als „Ignoranz plus Ego“ definiert werden: eine Kombination aus schlechtem finanziellen Wissen und einem Ego, das zu stolz ist, um sich seine Wissensdefizite einzugestehen.

Arroganz ist eine besonders gefährliche Charakterschwäche beim Tätigen von Investitionen. Sie wird von einigen Börsenmaklern rücksichtslos ausgenutzt, um mehr Aktien zu verkaufen und die eigene Provision zu erhöhen. Börsenmakler sind wie unehrliche Gebrauchtwagen-Verkäufer, die unserem Ego schmeicheln, nur das Positive an einer Investition hervorheben und uns in Unwissenheit über die Makel der Ware halten.

Selbst wenn du ein finanzielles Genie wirst, nimm dich vor den Fallen in Acht, die dir deine Arroganz und Faulheit stellen. Sie könnten dich finanziell ruinieren. 

Plus und Minus: Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind die mathematischen Grundlagen von Wohlstand.

Es ist notwendig, den Unterschied zwischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zu kennen, um die richtigen Investitionen tätigen zu können. Ein Vermögenswert ist ganz einfach etwas, das uns Geld bringt, während wir durch Verbindlichkeiten Geld verlieren.

Offensichtlich machen wir eher ein Vermögen, wenn wir unser Geld größtenteils in Vermögenswerte investieren. Vermögenswerte umfassen Geschäfte, Aktien, Bonds, Anlagefonds, Einkommen aus Immobilien, Schuldscheine, in Verbindung mit geistigem Eigentum stehende Schuldscheine und alles andere, das erstens Einkommen generiert, zweitens im Zeitverlauf an Wert gewinnt und drittens auch einfach wieder verkauft werden kann.

Wenn wir in Vermögenswerte investieren, werden unsere Euros zu unseren Mitarbeitern, die für unser Einkommen arbeiten. Je engagierter diese Mitarbeiter sind, umso besser ist das für uns. Das Ziel besteht darin, unser Einkommen so weit wie möglich über unsere Ausgaben anzuheben, um den Überschuss in neue Vermögenswerte investieren zu können, sodass noch mehr Geld für uns arbeiten kann.

Leider verwechseln viele Investoren Vermögenswerte immer wieder mit Verbindlichkeiten.

Ein Haus wird beispielsweise oft für einen Vermögenswert gehalten, doch tatsächlich ist es eine der größten Verbindlichkeiten, die man haben kann. Der Kauf eines Hauses bedeutet, das gesamte Leben lang dafür zu arbeiten, um die auf 30 Jahre angesetzte Hypothek und die Grundsteuer bezahlen zu können.

Das wirkt sich in zweierlei Hinsicht negativ aus: Erstens wird in den nächsten 360 Monaten eine beträchtliche Summe pro Monat von unserem Einkommen abgezogen, was im Übrigen ein eindeutiger Indikator für Verbindlichkeiten ist, und zweitens hätten wir diese 360 Zahlungen in potentiell lukrativere Vermögenswerte investieren können – wie Aktien oder Immobilien, aus deren Vermietung wir Einkommen beziehen könnten.

Wer zwischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zu unterscheiden weiß, kann gut beurteilen, welche Investitionen er tätigen und welche er meiden sollte.

Jenseits der 40-Stunden-Woche: Reichtum häufen wir mit Geschäften an.

Die meisten Menschen halten irrtümlich ihren Beruf für die Quelle, aus der sie Reichtum schöpfen können. Wer aber reich werden will, muss zwischen Lebenssicherung und lukrativen Privatgeschäften unterscheiden.

Unser Beruf ist die Tätigkeit, der wir 40 Stunden in der Woche nachgehen, um unsere Rechnungen begleichen, unsere Lebensmittel bezahlen und für all unsere anderen Lebenshaltungskosten aufkommen zu können. Gewöhnlich ist unser Beruf an eine bestimme Bezeichnung gekoppelt: „Restaurantbesitzer“, „Verkäufer“ oder etwas Ähnliches.

Unsere privaten Geschäfte indes sind etwas, in das wir Zeit und Geld investieren, um unser Vermögen zu mehren.

Weil das Einkommen aus unserem Beruf größtenteils der Deckung unserer Ausgaben dient, können wir damit allein wahrscheinlich kein Vermögen anhäufen. Um reich zu werden, müssen wir ein lukratives Geschäft aufbauen, noch während wir unseren Beruf ausüben.

Betrachten wir als Beispiel eine Köchin, die eine Schule für Kochkunst besucht und alle Kunstgriffe ihrer Berufsbranche bestens kennt. Obwohl ihr Beruf – Kochen – ihr genug Geld einbringt, um davon die Miete zu bezahlen und ihre Familie zu versorgen, wird sie dadurch noch lange nicht reich. Also investiert sie in ein Geschäft: Immobilien. Alles Geld, das sie jeden Monat einspart, investiert sie in den Kauf von Einkommen generierenden Vermögenswerten – Wohnungen, die sie weitervermietet.Ein anderes Beispiel wäre ein Autohändler, der sein am Monatsende überschüssiges Einkommen in Aktien investiert.

In beiden Fallbeispielen liefert der Beruf genug Einkommen, um für die monatlich anfallenden Lebenshaltungskosten aufkommen zu können. Aber erst wenn das überflüssige Einkommen in ein Geschäft gesteckt wird, kann persönliches Vermögen vermehrt und Reichtum aufgebaut werden.

Anfangs finanziert unser Beruf unsere privaten Geschäfte und daher ist es vernünftig, diesen Job so lange auszuüben, bis unser Geschäft nachhaltiges Wachstum erreicht.

Sobald das der Fall ist, werden unsere Vermögenswerte – und nicht unser Beruf – zu unserer Haupteinkommensquelle und das bedeutet wahre finanzielle Unabhängigkeit.

Zusammenfassung

Die Kernaussage dieses Buchs ist:

Weil unsere finanzielle Intelligenz in der Schule nicht gefördert wird, müssen wir sie uns selbstständig antrainieren. Mit einem hohen finanziellen IQ und unerschütterlichem Ehrgeiz können wir eines Tages reich und finanziell unabhängig werden. Es sind vor allem die Investitionen in unseren Kopf, die uns zum Erfolg verhelfen können, denn unser Gehirn ist unser wichtigster Vermögenswert in jeder finanziellen Situation.

Was du konkret tun kannst: 

Wenn du dein Ziel erreichen willst, mach dich gleich auf den Weg. 

Zuerst musst du die entsprechenden Bücher zu deinem Interessensgebiet, z.B. Immobilien oder Aktien, durcharbeiten. Informiere dich auch über das „who is who“ auf dem Markt, auf dem du dich behaupten möchtest. Haben diese Personen eine Webseite, die du verfolgen könntest? Wann wird ihr nächstes Buch veröffentlicht? Andere generelle Webseiten wie Investopedia.com bieten sehr gute Informationsmöglichkeiten für Anfänger, die sich nicht sicher sind, wie sie ihr Geld anlegen sollen. Du musst dich auf jeden Fall bestens über deine Investitionsmöglichkeiten informieren, um ein wirkliches Verständnis für den entsprechenden Markt zu entwickeln. So wirst du dich auch langfristig behaupten können. 

Erstelle eine monatliche Einnahmen-/Ausgabenbilanz.

Es ist unglaublich wichtig, dass dein Einkommen über deinen Ausgaben liegt. Um das zu gewährleisten, musst du dein Geld scharf im Auge behalten. Nutze ein Programm wie Microsoft Excel, um monatliche Bilanz-Tabellen zu aktualisieren.

Verfolge dein Einkommen, das alles Geld umfasst, das dir monatlich zufließt, und vergleiche es mit deinen Ausgaben, sprich den Rechnungen, Miet- und Lebenshaltungskosten, Steuern sowie allen weiteren Ausgaben, die von deinem Einkommen abgezogen werden. Verschaffe dir auch einen Überblick über die Einnahmen, die deine Vermögenswerte monatlich generieren, sowie über die Verbindlichkeiten, die du hast. So kannst du herausfinden, welche Ausgaben gestrichen werden können, um die Lücke zwischen deinem Einkommen und deinen Ausgaben im positiven Sinne zu vergrößern.

Knüpfe Kontakte mit Menschen, die das tun, was auch du tun möchtest.

Baue Kontakte zu Menschen auf, die bereits auf dem Markt etabliert sind, in den du vorstoßen möchtest, denn aus diesen wertvolle Verbindungen kannst du langfristig großen Nutzen ziehen.


ÜBER DEN AUTOR

Autor

Max Mustermann

Max Mustermann ist Experte für Online-Marketing und hat bereits zahlreiche Projekte aufgebaut in denen er sein Wissen unter Beweis gestellt hat. In diesem Blog erfährst du mehr über seine Expertise.

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